...in den Spreewald?

Im Jahre 1505 wurden die Grafen von Schulenburg, ein altes märkisches Geschlecht, Besitzer der Standesherrschaft in Lübbenau. Auf einer Reise durch die Niederlanden lernten sie die Weberei kennen. In der Hoffnung mit diesem Handwerk gute Geschäfte im Spreewald zu erzielen, bürgerten die Grafen von Schulenburg Niederländische Tuchfabrikanten ein, um dieses Handwerk in Lübbenau ansässig zu machen. Doch die Tuchfabrikation kam nicht so richtig in Schwung. Dadurch hatten die Niederländer kein Einkommen und lebten somit in großer Armut. Sprichwörtlich heißt es: "Not macht erfinderisch" und so war es auch hier. Während im Spreewald der Gurkenanbau noch völlig unbekannt war, pflegte man diese Tradition in den Niederlanden schon länger. Im Reisegepäck der Tuchfabrikanten waren also auch Gurkensamen, ursprünglich zum Anbau für den eigenen häuslichen Verbrauch. Um zu Überleben bauten sie deshalb gewerbsmäßig Gurken an. Im Spreewald fand diese Frucht beste Anbaubedingungen und so begann der traditionelle Gurkenanbau in unserer Region. Die Spree bot außerdem gute Absatzmöglichkeiten nach Berlin. Die Spreewaldgurke erlangte somit in den folgenden Jahrhunderten bis heute Weltruf.
So gehören zu den Touristenattraktionen im Spreewald neben der Kahnfahrt, natürlich auch der Genuss der Spreewaldgurke in den verschiedensten Geschmacksrichtungen.



Historische Dorfansicht in Lehde. Mit dem Kahn wurden die Gurken in die Einlegerei gebracht.   Die "Bananen" des Spreewaldes, so nennt man scherzhaft die Gurken, welche für die Senfgurkenherstellung verwendet werden.   Frisch, knackig und würzig , so müssen echte Spreewäldergurken sein.  




 

... aber nur hier bei uns im Spreewald wachsen die echten Spreewälder.

Der Boden ist fruchtbar und bietet zusammen mit reichlich Wasser die beste Voraussetzung für das Gedeihen von Gurken. Das erkannten schon vor 400 Jahren im Spreewald ansässige Holländer. Sie bevorzugten das Verfahren der Milchsäurevergärung. Überschüssige Ernten konnten so haltbar gemacht werden.Durch Verfeinerung mit Gewürzen und frischen Kräutern wurden später die echten Lübbenauer Gewürz- und Senfgurken daraus. Ebenso ist Spreewälder Sauerkraut ein Begriff, nicht nur in der Mark Brandenburg. Nach alter Tradition wird es noch immer gestampft, mit Salz in großen Fässern gelagert, und reift, mit Granitsteinen beschwert, durch Milchsäuregährung zur hausgemachten Delikatesse.

Diese und andere Gemüsearten von den Bauern der herrlichen Lübbenauer Gegend werden mit Liebe und langjähriger Erfahrung zu süßsauren Spezialitäten konserviert. Einfach köstlich - die echte Spreewälder Art der Firma Krügermann. Schon probiert?



Viel Arbeit ist nötig, ehe die ersten Gurken wachsen.   Spreewaldgurkenverkauf direkt aus dem Steintopf, ein Genuß besonderer Art. Na, dann guten Appetit!   Erntereife Einlegegurken auf dem Feld.